Frühling im Alpenland

Endlich – der Frühling ist da! Die Tage werden nun länger und wärmer. Auch in den Alpen und an den Berghängen rund um die FreiraumHütte wird es grün. Man spürt sprichwörtlich das Erwachen der Natur. Für mich ist dies die spannendste Zeit in den Alpen. Rund um die FreiraumHütte verändert sich die Natur. Jeden Tag kommen neue, weitere Frühjahrsblumen hinzu, die mit ihrer geballten Kraft die Landschaft in ein Farbenmeer verwandeln. Gerne möchte ich ein paar dieser Frühlingsblüher kurz vorstellen.

Sumpfdotterblume

Sie gehört zu der Familie der Hahnenfußgewächse und ist auf der Nordhalbkugel weitverbreitet. Die Sumpfdotterblume liebt die Feuchtigkeit und wächst in Sumpfwiesen, an Quellen, in seichten Bächen und Wassergräben. Je nach Standort kann sie eine Wuchshöhe von 15 bis zu 60 Zentimetern erreichen. Charakteristisch sind die goldgelben Blüten, deren Farbe an Eidotter erinnert. Schon zeitig im Jahr, ab März schmücken sie die Landschaft mit ihrer Blütenpracht und versorgen Käfer, Fliegen und Bienen mit reichliche Pollen und Nektar.

Frühlingsenzian

Im Volksmund auch Blitznagerl oder Himmelsstengel genannt, ist die kleinste Enzianart weit in den Alpen und europäischen Mittelgebirgen verbreitet. Dicht an den Boden geschmiegt, blüht er je nach Standort, von März bis Juni bis in die Höhenlagen von über 2.500 Metern. Wie alle anderen Enzianarten, steht der Frühlingsenzian unter Naturschutz. Obwohl die Blume in manchen Region zahlreich aufzufinden ist, gilt sein Fortbestand als stark gefährdet. Daher bitte keine Blüten oder Pflanzenteile pflücken.

Huflattich

Der Huflattich gehört zu den ersten Blumen des Vorfrühlings, dessen Blüten schon ab Ende Februar an sonnigen Standorten in Straßenböschungen und Sandgruben oder auf steinigen Untergrund zu sehen sind. Der Huflattich gilt als bedeutsame Heilpflanze. Schon Hildegard von Bingen war im frühen Mittelalter die Heilkraft der Pflanze bekannt. So hilft er Erkrankungen der Atmungsorgane, lindert Hustenreiz und wirkt schleimlösend. 1994 wurde er zur „Heilpflanze des Jahres“ in Deutschland gekürt.

Stern-Narzissen

Die Stern-Narzisse kommt in den Alpen, im Schwarzwald, in Italien und auf dem West-Balkan auf frischfeuchten, nährstoffreichen Bergwiesen und in lichten Laubwälder vor. Sie gedeiht in Höhenlagen von 300 bis ungefähr 1600 Meter. Je nach Witterung und Wärme blühen die Stern-Narzissen Mitte bis Ende Mai und verwandeln die Wiesen in ein weißes Blumenmeer.

Leave a Comment

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.